TissueSurgeon
Proben berührungslos schneiden

Überblick
Der TissueSurgeon ist das weltweit erste Lasermikrotom. Es eignet sich zum berührungsfreien Schneiden und Abtragen von biologischen Geweben und verschiedenen Werkstoffen, wie Keramiken und Kunststoffen.Optional ist der TissueSurgeon um ein Navigations-Modul erweiterbar. Dieses Modul basiert auf Optischer Kohärenz Tomographie (OCT). Es ermöglicht eine dreidimensionale Bildgebung und damit eine visuelle Unterstützung des Schneideprozesses.
Vorteile auf einen Blick
- berührungsfreies Schneiden und Abtragen von Biomaterialien und verschiedenen Werkstoffen
- Schneiden von nativen Geweben ohne zeitraubende Probenpräparation
- Schneiden von Hartgeweben (Knochen, Zahn) ohne Dekalzifizierung
- Präzision: 1 µm
- optional mit integrierter dreidimensionaler Bildgebung (OCT) zur visuellen Unterstützung des Schneideprozesses
Details
Der TissueSurgeon dient in erster Linie zum Anfertigen von Gewebeschnitten, kann aber ebenso zum Abtragen und Strukurieren eingesetzt werden. Der Schneideprozess verläuft rein optisch und daher berührungslos. Eine integrierte Kamera erlaubt die Online-Überwachung während des Schnittes.Das optional erhältliche Navigations-Modul bietet eine zusätzliche visuelle Kontroll- und Steuermöglichkeit. Es basiert auf Optischer Kohärenz Tomographie, einem dreidimensionalen Bildgebungsverfahren, mit dessen Hilfe die innere Struktur Materialien und Geweben sichtbar gemacht werden kann. Das Navigations-Modul erleichtert die Positionierung der Proben, die Definition von Schnittgeometrien und die Kontrolle der Schnittqualität erheblich, insbesondere bei dreidimensionaler Schnittführung. Darüber hinaus kann dieses nützliche Add-on auch zur Analyse der Materielbeschaffenheit genutzt werden. Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich sowohl im Life Science Bereich als auch in der Mikrotechnologie und Materialforschung.
Die Innovation liegt darin, dass biologische Proben im natürlichen Zustand bearbeitet werden können. Das bedeutet für den Anwender einen geringeren Aufwand bei der Präparation von biologischen Proben. Darüber hinaus müssen besonders empfindliche Gewebe nicht einer chemischen Fixierung ausgesetzt werden.
Neben verschiedenen Weichgeweben wurde der TissueSurgeon bereits an Hartgeweben wie z.B. Knochen und Zahngewebe getestet. Mit Ausnahme von Metall (wo lediglich ein Abtrageffekt erreichbar ist) eignet sich der TissueSurgeon auch zum Schneiden von Werkstoffen wie Keramiken und Kunststoffen. Abhängig von den Materialeigenschaften lassen sich derzeit Schnitte von 7 bis 100 µm Dicke realisieren.
Als Schneidewerkzeug kommt ein Femtosekundenlaser zum Einsatz. Dieser wird in die Probe hineinfokussiert und durch einen schnellen Scanner abgelenkt. Die im Ort des Fokus auftretenden hohen Intensitäten führen dort zu einem Schneideeffekt, ohne das umgebende Gewebe thermisch zu schädigen. Die Präzision liegt bei einem Mikrometer.
Der TissueSurgeon ist in zwei unterschiedlichen Varianten erhältlich: als Stand-alone-System oder als ein auf einen Labortisch installiertes Table-top-System.


